Geschichte

Der Verein „NEUER START“ wurde im Jahr 2010 als Initiative für die Unterstützung geflüchteter Menschen und zur Herstellung von Kontakten zwischen Geflüchteten untereinander, aber auch zur österreichischen Bevölkerung insleben gerufen, aber im Jahr 2012 mit dem Namen Afghanische Jugendliche „NEUER START“ in Österreich als offizieller Verein bei der Vereinspolizei gemeldet und ist ein spendenfinanzierter Wiener Verein, welcher Geflüchtete im Integrationsprozess unterstützt. 

Im Herkunftsländervergleich ist Afghanistan das Land, aus dem die meisten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kommen. Der Weg nach Europa ist ein einsamer, welcher oftmals von schlimmen Erfahrungen und vielen Gefahren geprägt ist. Mit der Zeit finden sich die Flüchtlinge meist gut in Österreich zurecht, sind integriert, können die Sprache, verfügen über eine Ausbildung und einen Arbeitsplatz und respektieren die österreichischen Gesetze und Regeln. Um an diesen Punkt zu gelangen, sind die Flüchtlinge jedoch üblicherweise mit einer Reihe von Problemen konfrontiert. Die Unsicherheit über ein Bleiberecht und die Unkenntnis über das Asylverfahren sowie über bürokratische Abläufe und die fehlenden Sprachkenntnisse sind nur der Beginn der vielen Hürden, die von den Flüchtlingen überwunden werden müssen. Hinzu kommen zudem oftmals traumatische Erfahrungen von Gewalt, Krieg und Flucht. Sind die anfänglichen Probleme gelöst, kommen allerhand neue Herausforderungen auf die Geflüchteten zu, wie zum Beispiel das Finden einer Wohnung, einer Ausbildungsstelle oder einer Arbeit. Banal anmutende, alltägliche Tätigkeiten wie das Eröffnen eines Kontos oder das Abschließen eines Handyvertrags gestalten sich als schwierig.
Um einen möglichst reibungslosen Integrationsprozess zu ermöglichen, wurde der Verein „Neuer Start“ für afghanische Jugendliche ins Leben gerufen. Als ehemalige Flüchtlinge haben Geflüchtete aus Afghanistan (wie die Gründungsmitglieder Shokat Ali Walizadeh, Morteza Mohammadi, Juma Najafi, Faraidun Ahmadi und viel weitere)besondere Einsicht in diese sehr spezifische Situation.
Das Spektrum an Aktivitäten wird seitdem stetig erweitert. Diese beinhalten unter Anderem das jährlich veranstalteteIntegrationsfestival „Von Kabul bis Wien“ für MigrantInnen und ÖsterreicherInnen, Workshops an österreichischen Schulen in Zusammenarbeit mit der Asylkoordination, mit Kardinal König und dem Haus UNHCR und anderen Organisationen sowie Workshops zum Thema „Umgang mit Geld und Banken“ gemeinsam mit der Zweiten?* Sparkasse und „lobby.16“ usw. Auch die Berufsorientierung zählt zu unserem Aufgabengebiet, hierbei liefern wir Aufklärung über das österreichische Bildungssystem und unterstützen beim Zusammenstellen von Bewerbungsunterlagen. Auch beim Erwerb der nötigen Sprachkenntnisse bieten wir Unterstützung an: erstens durch das Vermitteln von Deutschkursen und zweitens durch den Klub der Muttersprache, wo die Menschen in ihrer eigenen Sprache, Dari und Paschto, alphabetisiert werden und so rascher Deutsch erlernen können.
Eines unserer zentralen Ziele ist die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der österreichischen Bevölkerung, Verständnis für die Situation der Flüchtlinge? für ihre Ängste, für ihre Werte, ihre Religion ….? Dazu haben wir gemeinsam mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und dem UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) eine Simulationskonferenz für Wiener SchülerInnen zum Thema „Integration von jungen Flüchtlingen in Schulen“ ins Leben gerufen. Weiters haben wir schon mehrmals gemeinsam mit dem UNHCR Schulworkshops und Gesprächsrunden im Rahmen des „langen Tags der Flucht“durchgeführt und bieten Vorträge zum Thema „Lebenswelt afghanischer Geflüchteter“ an, in denen das Geburtsland der Menschen sowie die „neue Heimat“ thematisiert wird. 
Ergänzend ist zu sagen, dass sich unsere Arbeit keinesfalls nur auf afghanische Flüchtlinge beschränkt, im Gegenteil, wir versuchen Flüchtlinge aus allen Ländern in unsere Projekte einzubinden. Unser Ziel ist es, den interkulturellen Dialog zu stärken sowie die Chancengleichheit für Jugendliche mit Migrationshintergrund zu ermöglichen und ihnen zu einem erfolgreichen neuen Start zu verhelfen. 

Der Verein hieß von 28. 01. 2018 bis 30. 05. 2020 „Afghanischer Sport- und Kulturverein “NEUER START”, aber im Vereinsregisterauszug stand „Afghanischer Sport- und Kultur-Verein “NEUER START”.

Wir haben am 30. 05. 2020 bei der letzten Generalversammlung beschlossen, dass der Name des Vereins wieder geändert werden soll. Seit 30 .05. 2020 heißt er „Sport- und Kulturverein „NEUER START”

Artikeln mit oder über uns

Bisher wurden Aktivitäten in den folgenden Bereichen durchgeführt:

SPORT:

  • Veranstaltung von acht zweitägigen Integrationsfestivals im Rahmen des Projekts „Von Kabul bis Wien“ (20112012201320142015201620172018 und 2019
  • Volleyballturniere im Rahmen der Europäischen Woche des Sports 2017 und 2018
  • Freundschaftsspiel mit U16 von SK Rapid im Jahr 2012

ENGAGEMENT IM BILDUNGSBEREICH:

  • Handbuch: „Vermittlung interkultureller Genderkompetenz im Fluchtkontext. Erfahrungen aus der Arbeit mit geflüchteten Burschen und Männern aus Afghanistan in Österreich.“
  • Zusammenarbeit mit VIDC und dem Verein Poika – Workshop 2016 – Jetzt „Tandem-Projekt interkulturelle Genderkompetenz“ und das Handbuch „Vermittlung interkultureller Genderkompetenz im Fluchtkontext“
  • Vortrag und Diskussion zum Thema Afghanistan – ein sicheres Land? im Haus Bethanien in Gallneukirchen(Diakoniewerk)
  • Panelist bei Projekt Wanne Partnership Fair Migration and Development 2019 PARTNERSCHAFT NGOs und MigrantInnenorganisationen: Chance oder Falle? 
  • Durchführung von mehreren Workshops zum Thema „Umgang mit Geld und Banken“ mit Unterstützung der Zweiten Sparkasse und dem Verein „lobby.16“
  • Angebot von Nachhilfe in verschiedenen Bereichen mit Unterstützung von „lobby.16“
  • Durchführung von mehreren Workshops mit der Arbeiterkammer zum Thema Arbeitsrecht
  • Durchführung von mehreren Workshops in Schulen mit dem österreichischen Roten Kreuz im Rahmen des projektXchange 
  • Muttersprache-Kurse und Mal-Kurs mit dem „Klub der Muttersprache“ (ein Jahr) 
  • Zusammenarbeit mit afghanischen Vereinen – Fest der AbsolventInnen* in Wien „Wissen und Wissenschaft bauen die Zukunft“ (20152018 und 2019).
  • Zusammenarbeit mit MA 17 als Referent bei Wiener Charta – Workshops für Flüchtlinge zum Thema Bildung, Wohnen, Gesundheit, Zusammenleben und Charta Gespräch (2015 – 2017)
  • Zusammenarbeit mit MA 17 als Referent bei Lebenswelten afghanischer Flüchtlinge und Flüchtlinge aus Afghanistan (mehrmals)
  • Zusammenarbeit mit Caritas als Referent beim Projekt ZusammenReden
  • Zusammenarbeit mit INTEGRATIONSPLATTFORM NÖ als Referent bei Schwerpunkt Jugend & Integration (März 2016)
  • Zusammenarbeit mit dem österreichischen Roten Kreuz als Referent bei Lebenswelten junger Afghanen in Österreich 
  • Zusammenarbeit mit fairplay Initiative am VIDC als Referent unter bei Sport „Welcomes“ Refugees? (November 2018)
  • Zusammenarbeit mit IOM als Referent zum Thema „Lebenswelt afghanischer Flüchtlinge“ 
  • Workshop für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) zum Thema Obsorgeberechtigte

(April 2013)

ENGAGEMENT IM KULTUR-BEREICH:

  • Veranstaltungen von verschiedenen Festen und Seminaren gemeinsam mit afghanischen Vereinen, wie zum Beispiel das Neujahrs-Fest (Nawroz-Fest)
  • Durchführung von Workshops „Afghanische Drachen am österreichischen Himmel“ in Zusammenarbeit mit der Asylkoordination sowie der Caritas

SOZIALES:

BEWUSSTSEINSBILDUNG:

  • Vortrag und Diskussion zum Thema Afghanistan, Lebenswelten afghanischer „jugendlicher“ Flüchtlinge als Referent beim Diakoniewerk, MA17 seit 2016, IOM, Österreichischem Roten Kreuz und Integrationsplattform NÖ mit Schwerpunkt „Jugend & Integration“.
  • Zusammenarbeit mit Caritas als Referent beim Projekt ZusammenReden und Fairplay Initiative „Sport Welcomes Refugees“ des VIDC.
  • Durchführung von Workshops zum Thema Arbeitsrecht, Umgang mit Geld und Banken mit Unterstützung der Zweiten Sparkasse, der Arbeiterkammer und dem Verein „lobby 16“.
  • Muttersprache-Kurse und Mal-Kurs mit dem „Klub der Muttersprache“ (2013-2014) 
  • Workshop für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) zum Thema Obsorgeberechtigte
  • Teilnahme an Podiumsdiskussion am Tag der Menschenrechte 2018 – Asyl in Not
  • Durchführung von Schulworkshops gemeinsam mit UNHCR, Asylkoordination und österreichischen Schulen   
  • Organisation und Durchführung von Workshops und Veranstaltungen im Rahmen des „Langen Tags der Flucht“ – UNHCR
  • Organisation und Durchführung von Veranstaltungen im Rahmen des Weltflüchtlingstages – Asylkoordination
  • Organisation und Durchführung einer Pressekonferenz zum Thema „Kein Schutz für Flüchtlinge aus Afghanistan
  • Durchführung des Projekts Erste Hilfe Paket für Geflüchtete in Österreich im Rahmen von Workshops
  • Organisation & Durchführung von mehreren Workshops „Erste Hilfe“ Paket für neuankommende Flüchtlinge in Wien, , Klagenfurt und Linz 
  • Gendersensibilisierung mit VIDC und Poika
  • Konferenz: Afghanistan. Von den Taliban zur Demokratie mit VIDC und afghanischen Vereinen 2015
  • Organisation und Durchführung der Konferenz: „Afghanistan. Das verlorene Paradies mit VIDC und afghanischen Vereinen 2016“
  • Organisation und Durchführung des Workshops „Afghanistan und die Flüchtlingskrise“ mit VIDC und Afghanischen Vereinen seit 2015 bis jetzt 
  • Organisation und Durchführung von „Simulationskonferenzen“ in der UNO-City für Wiener SchülerInnen, gemeinsam mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und dem UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) zum Thema „Integration von jungen Flüchtlingen in Schulen“
  • Aktive Teilnahme an der Ausarbeitung der Wiener Charta des Projekts MA 17
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