Geschichte

Der Verein Neuer Start würde im Jahr 2010 gegründeter, spendenfinanzierter Wiener Verein, welcher Junge Geflüchtete im Integrationsprozess unterstützt. 

Im Herkunftsländervergleich ist Afghanistan das Land, aus dem die meisten unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge kommen. Der Weg nach Europa ist ein einsamer, welcher oftmals von Schlimmen Erfahrungen und Gefahren geprägt ist. Mit der Zeit finden sich die Flüchtlinge meist gut in Österreich zurecht, sind integriert, können die Sprache, verfügen über eine Ausbildung und einen Arbeitsplatz, ebenso respektieren sie die österreichischen Gesetze und Regeln. Um an diesen Punkt zu gelangen, sind die Flüchtlinge jedoch üblicherweise mit einer Reihe von Problemen konfrontiert. 

Die Unsicherheit des Bleiberechts und die Unkenntnis über das Asylverfahren, sowie über bürokratische Abläufe und die fehlenden Sprachkenntnisse sind nur der Beginn der vielen Hürden, die von den Flüchtlingen überwunden werden müssen. Hinzu kommen zudem oftmals traumatische Erfahrungen von Gewalt, Krieg und Flucht. Sind die anfänglichen Probleme gelöst, kommen allerhand neue Herausforderungen auf die Geflüchtete zu, zum Beispiel das Finden einer Wohnung, einer Ausbildungsstelle oder einer Arbeit. Banal anmutende, alltägliche Tätigkeiten, beispielsweise das Eröffnen eines Kontos oder das Abschließen eines Handyvertrags gestalten sich als schwierig.
Um einen möglichst reibungslosen Integrationsprozess zu ermöglichen, wurde der Verein Afghanische Jugendliche „Neuer Start“ ins Leben gerufen. Als ehemalige Flüchtlinge haben Geflüchtet aus Afghanistan (Gründungsmitglieder, Shokat Ali Walizadeh, Morteza Mohammadi, Juma Najafi, Faraidun Ahmadi und viel weitere), besondere Einsicht in diese sehr spezifische Situation.
Das Spektrum an Aktivitäten wird seitdem stetig erweitert. Diese beinhalten unter anderem ein jährlich veranstaltetes Integrationsfestival „von Kabul bis Wien“ für MigrantInnen und ÖsterreicherInnen, Workshops an Österreichischen Schulen in Zusammenarbeit mit der Asylkoordination, Kardinal König Haus und UNHCR, sowie Workshops zum Thema „Umgang mit Geld und Banken“ gemeinsam mit der Zweiten Sparkasse und lobby.16 usw. Auch die Berufsorientierung zählt zu unserem Aufgabengebiet, hierbei liefern wir Aufklärung über das österreichische Bildungssystem und unterstützen beim Zusammenstellen von Bewerbungsunterlagen. Auch beim Erwerb der nötigen Sprachkenntnisse bieten wir Unterstützung: erstens durch das Vermitteln von Deutschkursen und zweitens durch den Klub der Muttersprache wo die Menschen in ihrer eigenen Sprache, Dari, alphabetisiert werden und so rascher Deutsch erlernen können.
Eines unserer zentralen Ziele ist unter anderem auch die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der österreichischen Bevölkerung. Dazu haben wir gemeinsam mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und dem UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) eine Simulationskonferenz für Wiener SchülerInnen zum Thema „Integration von jungen Flüchtlingen in Schulen“, ins Leben gerufen. Weiteres veranstalten wir bereits zum mehr Males, zusammen mit dem UNHCR, Schulworkshops und Gesprächsrunden im Rahmen des langen Tags der Flucht.
Ergänzend ist zu sagen, dass sich unsere Arbeit keinesfalls nur auf afghanische Geflüchtete beschränkt, im Gegenteil, wir versuchen Geflüchztete aus allen Ländern in unsere Projekte einzubinden. Unser Ziel ist es den interkulturellen Dialog zu stärken, sowie die Chancengleichheit für Jugendliche mit Migrationshintergrund zu ermöglichen und ihnen zu einem erfolgreichen neuen Start zu verhelfen. 

Der Verein heißt seit 28.01.2018 Afghanischer Sport- und Kulturverein „Neuer Star“ aber in Vereinsregisterauszug steht Afghanische Sport und Kultur Verein „NEUER START“